Mytho-un-logisches

In den Rauhnächten, also jenen Nächten zwischen Sonnenwend (21./22.ter Dezember) und dem 06.ten Januar, wird das Jesulein geboren.

JodHeVauHe

Im katholischen Christentum wird er Jesus Christus genannt. Messias => hebräisch ‏משיח‎ Moschiach, griechische Transkription: Μεσσίας, ins Griechische übersetzt Χριστός Christos, latinisiert Christus stammt aus dem Tanach und bedeutet „Gesalbter“. (Siehe auch Wikipedia). Gesalbter war die Bezeichnung, Titel, Kennzeichnung für einen Hohepriester und/ oder König. Wirklich interessant ist jedoch, dass dieser Beiname mythologisches Erbe war, denn vor dem von den Katholiken verehrten Jesus Christus gab es bereits diverse andere Erlösergötter, welche ebendiese

  • den Beinamen Christos trugen
  • von einer Jungfrau geboren wurden (Adonis, Tammuz)
  • als edelstes Menschenopfer den Göttern geopfert wurden (siehe alte jüd. Riten)
  • in Brotform organisch verzehrt wurden (Osiris, Adonis)
  • zur TagundNachtgleiche im Frühjahr starben… (Mithras, Attis)
  • nach drei Tagen wiederauferstanden
  • Geburtstag zur Wintersonnenwende hatten (Mithra, Attis)
  • den Beinamen guter Hirte trugen (Osiris, Tammuz)
  • Licht der Welt genannt wurden (Mithra, Herakles, Helios, Hermes)
  • als Menschen und Göttersohn galten (Mithra, Vishnu, Adonis)
  • Lamm Gottes und Soter = Erlöser genannt wurden
  • Blinde sehend, Kranke heilen und Wasser in Wein verwandeln konnten ( Priesterinnen von Ninive, Demeterkult)
  • übers Wasser gehen konnten, insofern sie von einem bösen (!) Dämon unterstützt wurden

Von dem Jesus Christus des Neuen Testamentes gibt es keinerlei Zeitzeugnisse. Die vier Evangelien entstanden etliche Jahrzehnte nach Christus Schaffenszeit. Bekannt ist, dass von einem Gnostiker namens Marcion die ersten (Paulus-)Briefe zusammen getragen wurden um ca 250 n. Chr. Desweiteren wird von einer Schriftensammlung berichtet aus dem Jahre 100 v. Christus. Der heilige Hieronimus trug „Heilige Schriften“ zusammen und redigierte sie. Die Korrekturen waren derart gravierend, dass die von Hieronimus getätigte Übersetzung sich von den ihm vorliegenden „Urschriften“ erheblich unterschied. Fakt indes ist, dass die fragmentarischen Urtexte teils auch erheblich von einander differenzierten. Noch heute sind die Unterschiede – trotz zahlloser Überarbeitungen – der synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas -die aller erst etliche Jahrzehnte nach Christi Geburt verfasst wurden ) gravierend. Zwar wurde teils wortwörtlich voneinander abgeschrieben, in anderen Bereichen vollkommen abweichende Angaben (Wiederauferstehung, wer, wo, wieviele, warum, Gäste, pardon: Anwesende bei der Wiederauferstehung, Zeitpunkt, etc..).

Die reliabelste bibelhistorische Person, die auch aus anderen Quellen bestätigt ist, war: Pontius Pilatus. Bekannt ist desweiteren, dass Publius Aelius Hadrianus der 14nte römische Kaiser war, der ab 117 n. Chr. regierte UND in seiner Amtszeit Jerusalem in Aelia Capitolina umbenannte UND diese Stadt und ihren Tempel der Göttin Venus weihte. Bedeutet: das Christentum war zu dem Zeitpunkt weder verbreitet, noch angesagt, noch wurde es praktiziert. Ein historischer Jesus ist nicht überliefert und wurde konstruiert einige 100 Jahre nach seiner angeblichen Geburt.  Bibel kennzeichnete als Begriff im Übrigen ehedem einen Ort mit Namen „Byblos„, einen Tempel, in welchem Papyrii / Heilige Schriften gesammelt wurden. (Jener Tempel war geweiht der Al-Laat , Baalat, Hat_hor, Astarte).

Das alles nur oberflächlich angerissen. Fakt indes ist, dass das Christentum höchst wahrscheinlich eine zusammenfassende Rekonstruktion diverser heidnischer Bräuche und Gottheiten darstellt. Diverse übliche Kirchenriten haben ihren Ursprung in älterer, heidnischer Zeit. Angefangen von dem Brauch Weihnachten (übrigens erst seit dem 4ten Jahrhundert n. Chrissie) zum selben Zeitpunkt wie das von dem Mithraskult zelebrierte Dies Natalis Solis Invicti zu feiern,  über das Aufstellen eines Tannenbaumes (Pineae Silvae, Priesterinnen schmückten vor großen Festen den Tempel mit frisch geschnittenen Pinienzweigen, ein „Tannen-Pinien-Baum“ galt als Pflanzentotem dem Gott Attis geweiht) über das Osterfest…. mit seinen heidnischen Überbleibseln Hase (Totem Fruchtbarkeitsgöttin), Ei (Symbol von Fruchtbarkeit und Wiedergeburt). Interessant sind auch die Korrespondenzen im Aussehen des heutigen Weihnachtsmannes zu dem altgermanischen Göttervater und Oberschamanen Odin/ Wotan. Aber ich beliebe erneut abzuschweifen…

Hinlänglich bekannt dürfte sein, dass Augustinus von HappyHippo um 400sonstwas unzählige theologische Schriften verfasste und abänderte. Fakt ist auch, dass die Bibel als repressionierendes Machtinstrument genutzt und verwendet wurde, um das Volk eben zu unterdrücken. Hier wurde klar weltliche Kirchenpolitik betrieben.

Trotz all dieser Schwächen und Widersprüchlichkeiten im überlieferten Schriftwerk, hat das Christentum Anhänger, die ca 35% der Weltbevölkerung ausmachen. Besagter Augustinus predigte crede, ut intelligas: „glaube, damit du erkennst“. Und genau dahinter dürfte sich die erLösung all dessen finden. Glaube ist nichts, was mit nüchternem Verstand erklärbar wäre. Es gibt keine vernünftigen Begründugen für Liebe, für Glaube, für den Glauben an einen Gott, oder mehrere Götter. Der Geist liefert maximal Streitwerk, Fakt ist, dass die Weisheit des Herzens unantastbar ist. Und wenn Menschen an Jesus Christus glauben, dann tuen sie dies, weil sie ihn in ihrem Herzen wahr-nehmen. Ich selber besuchte zwar eine katholische Grundschule und bekam diese Lehren vermittelt, fand mich jedoch nie im praktizierten Christentum wieder. Nichtsdestotrotz respektiere ich…nicht das Kapitalunternehmen Vatikan, sondern die einzelnen, individuellen Gläubigen. Mir ist es auch wurscht, ob jemand an Allah, Jesus, oder Montezuma glaubt. Wer bin ich, ihm diese Liebe und Sehnsucht in seinem Herzen abzusprechen?

Und ich glaube weder, dass Religion Gift für das Volk ist, noch dass jedwelche Religion ein Problem darstellt. Problem stellen maximal Menschen da, die gottlos und deswegen furchtlos genug sind, Religion zu mißbrauchen, um ihr Ventil zu rechtfertigen mittels welchem sie Angst und Hass verbreiten.

erschoepfung

Glauben, bedeutet für mich nicht rationale Erfassung, sondern emotionales beGreifen. Das steht jenseits jeglicher Beurteilbarkeit. Meines bescheidenen Erachtens.  So. Soviel von mir dazu. Erst einmal. Töhö. Rubrik: Wissen, welches die Welt nicht braucht. Interessiert niemanden. Umso besser, dass ich meinen wehrlosen Blog damit vollsülzen kann. 

 

  • Mein Beitrag zum 1. Wort des Projekts *txt auf neonwildernessDas Stichwort: „nichtsdestotrotz“ – danke, Dominik Leitner!

 

 

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