Little Shop of Horrors

Wenn dein Leben ein Roman oder Film gewesen wäre, wünsche ich dir, dass er Menschen berührt hat und dass es viele Szenen gab, in denen du gespürt hast: dies ist meine Geschichte und sie ist gut.

gelesen bei der wort-gewaltigen Auftragsmörderin.

Ukranenland

Wenn mein Leben ein Film wäre,…

…dann bestünde er aus vielen Sequenzen, eine Art Space Odyssey, in der die Hauptdarstellerin – eine Mischung aus Boudicca und Donna Quixota – wie eine von der Tarantel geküsste Irre gegen Windmühlen kämpft, um schließlich festzustellen, selbige sind nur selbst produzierte Illusionen; die dem Tod zuweilen auf die und dann wieder von der Schippe springt, die schreiend still die Wölfe hinter dem Mond anheult und mit den Drachen über die Feuer auf den Urgewässern fliegt, die schließlich im Auge des Sturmes nur die eigene Nichtigkeit erkennt. Und den perfiden Humor, der hinter alle_dem steckt …

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(Hauptdarstellerin)...,die traurig ist über verlorene Unschuld und Illusion und die dann erkennt, dass genau diese die Sandsäcke bildeten, die vom Fliegen abhielten. Non, je ne regrette rien. Nichts. Nicht einen Moment. Ich habe das Leben gesoffen. Mich. Daran. Besinnungslos. Und die Spuren…

Ja, die habe ich hinterlassen. Manche scharfkantig, andere hauchzart, nur angedeutet, weitere wie Asche im Sog der Zeit verweht… stets und immer besten Gewissens und stimmig mit mir. Logisch, so aus der Vogelperspektive der Rückbetrachtung… wäre Vieles besser, ja anders zu machen gewesen. Aber aus dem Scheuklappenmoment heraus war es im Rahmen meiner Sicht-Waisen und erkannten Möglichkeiten stets richtig und gut. Und das ist es auch jetzt.

Würde mein Leben hier und jetzt enden, dann hätte ich möglicherweise die eine oder andere mehr oder minder ersichtliche Spur auf einer Seelenhaut hinterlassen. Doch nichts für die Ewigkeit. Wenn der Abspann läuft, dann brechen keine Universen in sich zusammen. Dann fährt leise der Wind durch den Walnussbaum, welcher einen kleinen Seufzer zu mir sendet.. hoch zu den Sternen, in denen meine Seele als Erinnerung auf- und in Vergessen über-geht.

 

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Doch, mein Leben ist gut. Der Film auch. Aber nichts für Warmduscher, Espressotassenrand-Urteiler, Schubladendenker. Wenn mein Leben ein Film wäre, dann handelte dieser von einem großen, an den elementaren Turbulenzen schief- und wild-gewachsenen Baum, aus dem üppige Früchte sprießen, in dem Vögel nisten, der Schatten spendet und zuweilen Schutz. Oder über eine Seifenblase, die felsenfest glaubt, ein Luftschloß zu sein und in dieser Überzeugung kunterbunt zerplatzt. Wenn mein Leben ein Film wäre…. dann wäre er ein Genre splatterndes Wash-Out, das niemand sehen wollen würde, weil ersiees das Alles für zu übertrieben und irreal befände. Wenn, wenn, wenn. Mein Leben ist kein Film. Und die Spuren? Nur ein Nanoschrittelieinchen für die Menschheit, ein Lebensweg für mich. Mein Name wird vom Wind davon getragen,… Aber Liebe habe ich gesäet… viele Aberwitzigemillionen Sämchen. Der eine oder andere wird sicherlich fruchten, aufgehen, Fruchtblüte tragen und aus dieser lach ich dann dem Leben entgegen. (Jetzt muss ich gerade an die singende Pflanze Audrey denken… HEY! Mein Leben gibt es bereits als Film und der Titel lautet: Little Shop of Horrors… => https://www.youtube.com/watch?v=5ea5jKFGgUw Feed me, Seymor…)

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Ist doch immer eine Sache der Perspektive.

Wie sagt der Gatterich so gerne?

Mal ist man der Hund, mal ist man der Baum

Und was antworte ich stets darauf?

…und ich bin der Vogel, der über beide hinweg fliegt.

 

PS Vielleicht handelte der Film aber auch über einen gewaltigen Sprung in der Schüssel…

…in Japan wäre ich damit pures Gold wert.

Japan-Teeschale

Rubrik: Notizen, Gekritzel, Gedankensplitter