Gebet an den Planet

Es tut mir leid Tier denn sie mögen dich so sehr
Sie wollen alles von dir und am liebsten noch mehr
Deine Haut ist ihre Kleidung
Dein Fleisch ist ihr Essen
Dein Geist ist vergessen

Bei dem Versuch das Recht auf Leben
in Gesetzte zu verpacken
haben sie bei dir Tier einige Sätzte weggelassen
deine Schreie zu erhören wurde leider verpasst
weil du für Menschen
keine verständliche Stimme hast
erheb ich meine Stimme für dich
Es scheint noch immer von Nöten
Ihr erinnert euch (nicht) – Du sollst nicht töten
Denn du kriegst was du gibst
Bist was du isst
Weißt was das heißt
Alles komm zurück – Alles kommt zurück

Hier ist mein Gebet an diesen Planet
Der Versuch zu beschreiben was mir nahe geht
solang sich diese Welt noch dreht
werdet ihr meine Stimme hören
und immer wieder Menschen treffen
die auf’s Leben schwören
Wir alle beten für diesen Planeten
um jeden neuen Tag in Hoffnung zu begegnen
und unser Licht durchbricht die Nacht
in dem Glauben daran
dies ist die dunkelste Stunde
vor dem Sonnenaufgang

Es tut mir leid Natur
denn deine Erben erheben sich gegen dich
und erledigen dich
Du warst vollkommen in Vielfalt
und mit allem im Einklang
bis der Mensch mit Gewalt in dich eindrang

Alle deine Schätze, die am Anfang allen gut vertraut
sie wichen Plätzen, die auf Tränen und Blut gebaut
Ich seh die Wunden blinder Wut
auf deiner Haut entsteh’n
obwohl doch die, die dich verletzten
damit gegen sich geh’n

Und dennoch liegt etwas Heiliges in deiner Luft
an besonderen Plätzen ein besonderer Duft
der mir sagt, dass jeder Weg so wichtig ist
wie jeder Fluss
und jeder Baum, jeder Berg
dort steht, wo er muss

Sie handeln wider ihren Sinnen
als wären sie blind
wenn ihre Ziele nich im Einklang
mit den deinen sind

Und selbst um dich, Mensch, tut es mir leid
denn du quälst dich selbst die meiste Zeit
im Krieg mit deinem Ego stehst du neben dir
ewig die Frage verdrängend weswegen leben wir

Du findest keinen Frieden hier
wirst zum seelenlosen Wanderer
und dein Lebenskampf geht auf die Kosten anderer
verfolg in Liebe all die Ziele, die du gut nennst
doch gehe nie gegen dein eigenes Blut Mensch

Denn du irrst, wenn du denkst
hier steht jeder für sich
was gegen uns geht, geht gegen dich
an jedem Start is ’ne Ziellinie
und wir sind alle gleich weit
und aus einer Familie
um die Tests
dieser Zeit zu besteh’n
und um weiter zu geh’n
muss hier jeder sein Ego in Demut zurücknehmen

Hier ist mein Gebet an diesen Planet

[Vimeo 19978493]

Musik & Text, Quelle: Thomas D Gebet 11.0

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