es ist Weihnachten… und Kunst!

Schön kann ja jeder. Gerade in Zeiten von instagram und den unzähligen Handy-Filtern.

Außerdem! sagte er: „Das ist schon eine Kunst, jedes Foto zu verhunzen.“ Da fühlte ich mich selbstredend geschmeichelt – ob dessen meine wenn auch unbeabsichtigt kreierte Kunst endlich gebührende Beachtung findet.
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Naja nu. Ich kann.s mir ehrlich gesagt auch nicht erklären. Eigentlich habe ich beim Fotografieren ein gutes Händchen. Uneigentlich wohl eher nicht.

Hm.

Mir bedeutet Weihnachten sehr viel. Bergfest. Die Tage werden wieder länger. Sonne und Licht kehren zurück. Schlußendlich aber will ich froh sein. Darüber, in mir und im Außen angekommen zu sein. Geliebt zu werden. Ein Dach über dem Kopf und festen Boden unter den Füßen zu besitzen. Essen zu haben. Keine Not leiden zu müssen. Nicht unmittelbar von Krieg betroffen zu sein. Nicht auf der Flucht zu sein… Zu wissen, wo ich hingehöre. Und dazu zählt für mich auch, verstanden zu werden, zu kommunizieren.

Ich erinnere mich noch sehr gut, als es mich auf einem unerwarteten Zwischenstopp nach Taipeh verschlug. Im Vorfeld hatte ich blöderweise die Frage des Bodenpersonales, ob ich Drogen mit mir führe, mit einem fröhlichen: „Ja, logo, in der Sohle meiner Plateaustiefel!“ beantwortet. War ja nicht absehbar. Dass das zu so einem Aufruhr führen würde. Und ich hätte nun zugegeben den Schnabel halten sollen, als ich – nachdem man mich bis in den letzten Winkel durchsucht und auch meine schönen Stiefel vollkommen auseinandergenommen hatte, – dem anschließenden Flieger übergeben wurde und dann – Himmel, wenn.s denn stärker wird… *seufz* – interessiert nachfragte, ob man sich nicht vertan hätte, mir nicht die Nagelschere aus dem Handgepäck zu entfernen, schließlich könne ich damit die halbe Mannschaft massakrieren.

Soll mir mal keiner sagen, ich nähme internationale Sicherheitsvorschriften nicht ernst. Jedenfalls bescherte meine löbliche Fürsorge mir einen ungeplanten Zwischenstopp in Taipeh samt anschließender Verfrachtung in ein Hotel. Anscheinend war das Hotelpersonal bereits vor mir gewarnt, jedenfalls wurde ich argwöhnisch beäugelt. Auch noch, als ich das Gebäude verließ. Und dann stand ich da einsam und verlassen auf weiter Flur und kein Schwein sprach Deutsch. Auch kein Taipehrianer sprach Deutsch. Die wollten zudem kein Englisch sprechen mit mir. Und von den Straßenschildern prangten wilde Hieroglyphen. Eigentlich suchte ich diesen einen Tempel mit den vielen Kobras, in welchem angeblich die Kobras frei drin rumwimmeln, weil sie dort als very holy gelten. Fand ich nicht.

Es gab niemanden, der mich verstand. Es gab niemanden, der mich verstehen wollte und es gab keine erkennbaren Koordinaten, an denen ich mich in jedwelcher Form hätte bestimmen können. Da fühlte ich mich inmitten des vielen Troubles, der vielen Menschen vollkommen allein. Verloren. Einsam. Ich war in diesem Land nicht willkommen. Das passte und das stimmte nicht und es fühlte sich fürchterlich an. Ich war heilfroh, als ich nach nur einer Übernachtung die Weiterreise Richtung Neuseeland antreten konnte.

Und so wünsche ich ausnahmslos allen Menschen HEIMAT, einen Ort, an dem sie Wurzeln schlagen können. Große, starke Wurzeln, die einen mit Mütterchen Erde derart verbinden, dass man groß und stark genug wird mit den Armen die Sterne zu umarmen. Ich wünsche den Menschen Frieden und dass ihre trauernden, wütenden, verlorenen Seelen Halt und Liebe finden. Yepp.

Ihnen da draußen, der/die sie gerade auf meinem Blog lang schlendern ebenso. Möge Liebe & Frieden in, mit und durch Sie sein.

Jetzt, hier, morgen und möglichst das ganze 2016!

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Und da ich ja auch nicht jünger und mit den Jahren immer sentimentaler werde, noch ein besinnliches Liedchen. Jingle Bells ala AC/DC, oder – noch besser für`s werte Auditorium –

Ray Charles ‚Merry Christmas Baby‘ 

be-sinnliche Weihnachten! Und denken Sie stets dran: wer Kekse futtert, sündigt nicht, oder auf Ausländisch: Make love not war!

 

 

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