die blaue oder die rote Kapsel?

Sie müssen mein belangfreies Palaver nicht lesen. Scrollen Sie einfach vor bis zu dem Filmchen „Der Splitter in deinem Kopf“ …

Wussten Sie, dass die kolportierte These, der Mensch nutze lediglich 10 Prozent seiner Gehirnmasse, schlicht und ergreifend Dummfug  ist? Ja, der Gedanke hat etwas Tröstliches.  Und, nein, er stammt nicht von Einstein. Der wird in dem Zusammenhang sicherlich zitiert, um der bodenlosen Hypothese eine Art wissenschaftliches Fundament zu verleihen. Hat er aber nie gesagt. Gesagt hat der gute Albert hingegen:  „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Tscha.

AlbertEinstein

Dabei hat der 10-Prozent-Mythos etwas ungemein Tröstliches. Er suggeriert, dass da noch Ressourcen sind, dass man garnicht so blöd ist, wie es womöglich scheint. Mit der Ausrede ist nun Schluß. Allerdings bewahrt eine gewisse Beschränkung nicht vor Ver-Antwort-ung. UND! – und das ist nun ganz interessant – das Gehirn ist trainierbar. Tatsächlich. Durch neudeutsch „Gehirnjogging“ werden interzelluläre Verbindungen zur Neubildung angeregt. Auch die Synapsen, jene Brücken zwischen den Nervenzellen, lassen sich verzweigen, verästeln und damit die eigene Intelligenz aufrüsten. Wobei der Begriff Intelligenz noch ab-zu-klären wäre…

Jedenfalls sind unsere Erfahrungen sozusagen das Input eines Computerprogrammes, was sich selbst schreibt. Schmeckt lecker, bekommt mir nicht, funktioniert, haut nicht hin. Learning bei doing. Aufstehen, hinfallen. Erneuter Versuch. Irgendwann klappt es. Auf den Füßen flüssiger als auf den Händen. Das alles speichert das Gehirn und schreibt daraus seine kleinen Programmchen. Bei psychiatrisch erkrankten Patienten läuft in der Regel chemisch was aus dem Ruder. Stellen sie sich Kurzschlüsse zwischen den Informationsinseln vor. Daraus resultieren dann ein Menge wirrer Informationen und denen zufolge wirre Handlungen. Kennt man ja. Bandsalat auf Casetten. Fernseher, die sich von selber einschalten. In der Regel lässt sich das mit Chemie restaurieren… Also bei den zweibeinigen Nacktlurchen Menschen. Und wenn dann vorübergehend restauriert ist, kann an den Gründen für die Kurzschlüsse gearbeitet werden. Derer gibt es vielerlei. Naheliegend sind jedwelche absonderlichen Substanzen, die die körpereigene Biochemie außer Gefecht setzt. Zuweilen ist es „nur“ eine ungesunde Ernährung. Oder Flüssigkeitsverlust. Manches Mal sind es schreckliche Erlebnisse, die dazu führen, dass das Gehirn keine Informationen mehr zulässt, oder diese abspult, sobald die Psyche signalisiert „Huhu, bei mir alles im Lot, relativ stabil.“… dann denkt sich das Gehirn, „Prima, jetzt ist ersiees stark genug, dann mal ran an die Altlasten.“ Und rums hängt derdiedas Betroffene im falschen Film. Beruhigend, dass bzw.: wenn man daran arbeiten kann.

Das können indes auch gesunde Menschen tuen. Gesund meint landläufig, dass Sie keine diagnostizierten, Sie beeinträchtigenden physischen Erkrankungen haben, Ihre Seele halbwegs in Balance und Ihr Gehirn weitestgehend funktionstüchtig ist. Nun, wieso sollte man dann an seinen erlernten Programmen arbeiten? Möglicherweise.. weil man genaugenommen einer Marionette alter Programme ist. Glauben Sie nicht? Naja, ist aber so.

Beispiel: Sagen Sie mal „hallo, lieber Nachbar“ zu Ihrem Nachbar. Gemacht? Sie Opfer! Warum Opfer? Nun, weil Sie sicherlich nicht nachgedacht haben. Alldieweil hat ihr Gehirn sein Programmchen abgespult. Nachbar grüßen? Plan setzt Zunge in Gang. Zunge bildet Worte. Mund öffnet und schließt sich und transportiert die Worte in den akustischen Äther. Software und Hardware funktionieren und liefern gewünschte Ergebnisse.

Es gibt viele weitere Programme. Wir denken, irgendwas funktioniert prima. Das wird durch körpereigene Erfahrungen und möglicherweise von Außen bestätigt. Zack, Programm geschrieben. Und so entsteht unsere Wirklichkeit.

In meiner letzten Tätigkeit arbeitete ich mit psychotischem Klientel. Eine Betreuerin sagte einst, „Die Psychot*innen sind die Schmetterlinge unter uns Menschen. Sie machen das Leben bunt.“ Das stimmt, aber stimmt auch nicht. Da gab es zum Beispiel diesen ganz zauberhaften, hoch begabten Mann, der tatsächliche Folter in jungen Jahren erlebte. Es reichten winzige Trigger, dieses Folterszenario in ihm ablaufen zu lassen. Und kaum, dass dieses Folterszenario sich in Gang setzte, hörte und sah man förmlich die Kurzschlüsse im Gehirn, … er wurde dann gejagt, spürte Schmerzen, sah nicht mich/ den Amtsarzt/ Hans Hugo, sondern seinen Folterer. Der war dann für ihn da. Be-greifbar. Und den griff er dann an. Auch nachvollziehbar. In seiner Wirklichkeit.

Aber so haben wir alle unsere Wirklichkeiten. In der Regel sucht der Mensch sich eine Wahrnehmungs-Insel, auf der er sich sicher fühlt. Die kann natürlich auch aus Lügen, oder Vorurteilen bestehen. Besteht aber in der Regel, weil sie irgendwann einmal funktioniert hat. Und solange etwas irgendwie funktioniert, bewegen wir uns nicht aus der Komfortzone. Das mag okay sein, oder auch nicht, aber womöglich entgeht damit dem einen, oder anderen ein Goldschatz an Lebensqualität.

Mal so dahin palavert.

Dein Geist ist der Schöpfer der Realität

Link: https://www.youtube.com/watch?v=W6j4VFTzO0M&feature=youtu.be

Und hier der im verlinkten Filmausschnitt präsentierte Text, künstlerisch, musikalisch mit fantastischen Bildern aufbereitet von: Elina St-Onge

Der Splitter in deinem Kopf, Link: https://www.youtube.com/watch?v=T0LcfiX2twQ&feature=youtu.be

 

Einer meiner auserkorenen Lieblingsfilme ist im übrigen „Matrix“. Großes Kino. Nicht nur, weil da perfide diverse alchymische Denkweisen transportiert werden. Nicht nur, weil „Neo“ den Tarot-Weg des Narren auf initiationale Weise beschreitet, einfach, weil er so kolossal genial das Thema der Subjektivität der Wirklichkeit aufnimmt. Zumindest laut meinen verschwurbelten Programmen. Die sind sicherlich nur deswegen so verschwurbelt, weil ich auffallend viele synapsiale Verästelungen  habe. Die Ärztin quietschte geradezu vor Vergnügen. Da kann ich ja garnicht anders, als mosaikal zu denken. Handeln. Und reden. Und schreiben. Logisch. Und, wenn Sie mir nicht folgen können, dann ist das nicht zwingend verkehrt. Sagte ich schon mal. Glaube ich.

Quantenphilosophie* und Interwelt

Dr. Ulrich Warnke kann das ja alles viel besser erklären. Bitteschön:

Quelle:https://www.youtube.com/watch?v=D5K1JehBcoU

Klasse erklärt. Kapiert man auch mit nur zehn aktivierten Prozent. Wenn man will. Dr. Warnke ist der Autor des Buches: Quantenphysik und Spiritualität

Doll. Tscha.

 Und in dem UnSinne wünsche ich ein beglückendes Wochenende.

Tuen Sie nichts, was ich nicht auch täte,

und haben Sie viel Spaß dabei!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

20 − 15 =